Jahresabrechnung

Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade:

Platten

1. Ja, Panik – DMD KIU LIDT: Nachdem sich die Kritiken zu dieser Platte derart einig und vor Lob überstürzt zeigten, wagte ich den ersten kostenpflichtigen Download meines Lebens. Wenige Tage später kaufte ich das Album nach (Doppel-Vinyl in toller Aufmachung plus CD gibt’s zum Mega-Sparpreis). Beschreiben lässt sich das, was die Jungs machen, nur schwer. Der Sound schwirrt irgendwo zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues herum, die Texte wechseln zwischen Deutsch und Englisch. Durchaus schräg, aber wahnsinnig eingängig und mit Tiefgang. Am besten selbst reinhören und begeistern lassen! Anspieltipps: Nevermind, Mr. Jones & Norma Desmond, Run For The Ones That Say I Love You, Trouble und natürlich DMD KIU LIDT

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(mad) vs. Apple

Mein aktueller E-Mail-Verkehr mit dem iTunes-Support der Über-Firma Apple. Alle kursiven Anmerkungen in Klammer stammen von mir. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  • (mad), am 13.11.2011 / 17:41 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren!

Zu einem Abo der Zeitschrift „Nido“ (Gruner & Jahr) habe ich als Abo-Geschenkt (oje, Tippfehler!) schon vor einiger Zeit einen iTunes-Gutschein erhalten. Diesen wollte ich nun endlich einlösen, doch leider erhalte ich die Nachricht, dass ein in Deutschland gekaufter iTunes-Gutschein nicht im österreichischen Store einlösbar ist. Einerseits erschreckt mich dieser Umstand, da Apple stets mit Anwenderfreundlichkeit und hohe (Aller guten Dinge sind zwei…) Flexibilität wirbt; andererseits frage ich mich nun, wie ich die 10 Euro, die der Gutschein wert sind (…und bei drei wird’s peinlich…!), nun zurück bekommen kann? Wäre eine Gutschrift auf mein iTunes-Konto möglich? Gerne lasse ich Ihnen den Gutschein-Code zukommen und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

MfG,

Bernhard Madlener
(Wien)
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Reblogged: Tag der Tomateiser… oder so…

Ein alter Text. Weil’s zum heutigen Datum passt, das irgendwer zum „Tag der Tomate“ zu erheben müssen glaubte:

(…) So habe ich in illustrer Journalistenrunde mehrfach erfahren, dass Ausdrücke wie Blumenkohl und Tomate tabu, und Wörter wie Teller und Monat vom grammatikalischen Geschlecht her rein sächlich seien; das Joghurt, zudem, sei natürlich falsch – weil in Wahrheit ein Kerl, wie man mir weismachen wollte. Korrekt hingegen, weil nicht „bundesdeutsch“, wären für das genannte Gemüse die Bezeichnungen Karfiol und Paradeiser, so die allgemeine Übereinkunft – der sich sogar ein vorarlbergstämmiger Kolumnist angeschlossen hat. Und mich damit im Regen stehen ließ. (…)

Mehr dazu gibt’s hier.

Seitenwechsel

Für das erste Mal lief’s verdammt gut. Die PolAk fragte frühzeitig an, ließ sich von meiner sofort gestandenen Unerfahrenheit nicht beeindrucken, und buchte den 15. Juni als Termin für die Podiumsdiskussion „Der Mittelstand – Eine politische Bestandsaufnahme“. Interessante Gesprächspartner, ein wirklich feines Ambiente, kritische Gäste und der (mad) von der FURCHE als Moderator. Es waren, wie ich mir sagen ließ, alle zufrieden mit dem Ablauf, und einmal mehr blieb ich selbst als mein größter Kritiker zurück. (Auf dass mir nichts Schlimmeres passiere!)

Dass nun diese Veranstaltung, zu der die PolAk übrigens eine schöne Zusammenfassung mit noch schöneren Bildern online gestellt hat, just auf den letzten Tag meiner Tätigkeit für die FURCHE fiel, konnte beim Erstkontakt mit den Verantwortlichen Ende Februar niemand ahnen. Damals war ich gerade mal zwei Monate in der Redaktion des traditionsreichen Blattes, fühlte mich nach einer halbjährigen beruflichen Durststrecke (in der ich allerdings verdammt viel lernen und einige liebe und hilfreiche Kontakte knüpfen konnte) endlich „angekommen“ und ganz gut aufgehoben. Dem wäre auch jetzt noch so, ganz grundsätzlich: Das innenpolitische Geschehen in Österreich mag einen zwar manchmal zum Kopfschütteln anregen, aber die textliche Verarbeitung dieser Zustände ist schon ein spannender Zeitvertreib – umso mehr, wenn er finanziell abgegolten wird.

Dennoch: Als mich in der zweiten Mai-Hälfte der Ruf eines renommierten Bildungsanbieters erreichte, war klar, dass ich mir das mal genauer anhöre. Durch meine frühere journalistische Arbeit hatte ich immer wieder mit der Institution zu tun, aber das war nun doch schon ein knappes Jahr her…

Jedenfalls ging dann alles wirklich zacki-zacki: Es passt – das Allerwichtigste! – inhaltlich, es ist der Abschied aus dem mehr als acht Jahre dauernden, berufsfeld-typischen Prekariat, und es ist der klassische Seitenwechsel. Trommelwirbel: Ich wurde abgeworben, hänge den Journalismus an den Nagel, mache jetzt mal Urlaub (den ersten seit zehn Monaten und den ersten mit freiem Kopf seit acht Jahren), und gehöre dann ab 1. Juli offiziell dem Presseteam des bfi Wien an.

Unverhofft kommt oft: Ich freu mich!

Ein bisschen Ruhm

Ich stelle fest: Wer nichts über sich zu erzählen hat, der lässt über sich schreiben.

Die erste Hälfte dieser präpotenten Aussage ist natürlich eher dem momentanen, fast schon gewohnheitsmäßigen Zeitmangel geschuldet: Es geht hier grad drunter und drüber im universe of madication – aber dazu gibt’s dann in einigen Tagen mehr zu lesen, nicht zuletzt an dieser Stelle.

Der Rest des Satzes hat mit zwei angenehmen Überraschungen der vergangenen beiden Tage zu tun:

a) Der Besuch der FURCHE-Fanseite auf Facebook führte mich zum entsprechenden Wikipedia-Eintrag, und damit zur Erkenntnis, dass der Styria-Verlag um den Bekanntheitsgrad seiner Mitarbeiter doch einigermaßen bemüht ist. Wer genau mich irgendwann zwischen Jänner und heute in die ehrenvolle Reihe der Kolleg/innen eingetragen hat, konnte ich noch nicht herausfinden – aber wir haben dieselbe IP-Adresse. Wer sich berufen fühlt, darf meinen Legendenstatus natürlich (wahrheitsgetreu) ausbauen und sich an dieser Stelle austoben…

b) Ober-Mom Marko Zlousic hat sich derweil von der WIENERIN interviewen lassen und dabei kräftig die Werbetrommel für das Ultimate-Moms-Blog gerührt – nicht ohne auf den „jüngsten Zuwachs“ im Team zu verweisen, nämlich meinereiner. Nachzulesen ist der Text von Nicole Kolisch genau hier. Und Marko geht natürlich auch nochmal darauf ein.