E-Books vs. echte Bücher: ein Miteinander

„Schon wieder ein Buch!“, war meine nicht unfreudige, aber sehr bewusste Feststellung beim Auspacken des heute gelieferten Amazon-Pakets. Don DeLillos „Cosmopolis“ war drin, das ich vor dem nächsten Kinobesuch (der neue Cronenberg! Kreisch!!!) noch lesen möchte.
Besagte Feststellung ist jedoch in erster Linie auf meine in den vergangenen Monaten stark gestiegene (belletristische) Lektüreleistung gemünzt. Gemeint sind größtenteils klassische, „echte“ Bücher, jedoch ist die – von einem ohnehin hohen Level ausgehende – Steigerung der Anschaffung eines E-Book-Readers zu verdanken. Der „Kobo Touch“ – ein feines, handliches Gerät! – wirkt seit Mitte Februar sozusagen als Katalysator.

Amazon schränkt dich ein!

Angeschafft habe ich mir das Ding v.a. aus Neugier, nach der Lektüre eines ausgedruckten Internet-Romans, ausführlicher Recherche v.a. im Internet sowie bei einem belesenen Twitterati, Freunden und Bekannten. Beide Quellen warfen zuerst einmal sehr viel Material zum Stichwort „Kindle“ aus. Da dieses wohl zu Recht als revolutionär bezeichnete Gerät aus dem Hause Amazon mich jedoch erstens optisch abstößt und zweitens – bitte belehrt mich eines Besseren! – zwei große Mängel aufweist, die weniger technischer Natur sind, als einen bedeutenden Teil des selbstverständlich berechnenden und auf Gewinnmaximierung ausgelegten Amazon-E-Book-Konzepts ausmachen, habe ich kaum mehr als einen Augenblick ernsthaft über die Anschaffung eines „Kindle“ nachgedacht. Mit dem Teil kann man nämlich 1.) nur in Amazons Online-Shop einkaufen, und z.B. nicht bei Thalia oder anderen (viel kleineren) Anbietern – was allein noch kein Ausschlussgrund, aber doch eine immense Einschränkung darstellt; viel schwerer wiegt nämlich, dass man damit 2.) keine E-Books „ausleihen“ kann. Zumindest nicht bei den Büchereien Wien, und die werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den weit verbreitetsten E-Book-Reader nicht vorsätzlich ausgeschlossen haben.

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