Im Zug

Diese sich automatisch öffnenden Türen innerhalb der Railjet-Waggons werden mir ein ewiges Rätsel bleiben. Ob sie sich auftun, wenn einer durch will, scheint vom Wetter, vom Mond oder dem Sauberkeitsstatus der davor herum wedelnden Hände abzuhängen. Vielleicht sogar von der Willkür eines boshaften Gottes. Der Durchgehwillige jedenfalls sieht sich all zu oft dem Gelächter seiner Mitreisenden ausgesetzt.

Dabei sein ist alles…

Ich habe mich am Sonntag, nach vielen, vielen Jahren, erstmals wieder ans Rollerbladen gewagt. In der jüngeren Vergangenheit war ich auf den acht Rädchen höchstens in der Wohnanlage unterwegs, mit meiner Tochter an der Hand oder sie beim Kinderradfahren begleitend. Eins vorweg: Die eineinhalb Stunden auf der Donauinsel waren spaßig, und es hat mich eh nur drei Mal auf die F….. g’haut. Um gleichgesinnten SportskanonInnen vorbeugend Hilfe zu leisten, habe ich die Top-3 Gefahren des Rollerbladens zusammengefasst, die da wären:

1. Hunde & Hundekot:
Sturz 1 habe ich einer kleinen Töle und ihrem nicht gerade schuldbewussten Herrchen zu verdanken. Als ich in gemütlichem Tempo an den beiden vorbei zog, scherte der Hund plötzlich laut bellend und schnappend aus. Ich kam noch diesseits des Donauufers zu liegen, mit einem Ellenbogen-Aua.
Sturz 3 kassierte ich beim Versuch, einem plötzlich vor mir auftauchenden Hundehaufen auszuweichen. Immerhin, ich bin daneben und nicht darin gelandet!

2. Abwärts:
Es hätte schlimmer kommen können, denn die Reichsbrücke neigt bekanntlich zum Einsturz. Dennoch: Wenn man es mit dem Bremsen noch nicht so hat, dann ist es einigermaßen schwierig, vom Radweg auf der Brücke aufs Inselniveau zurück zu wechseln. Vor allem, wenn das Geländer in der Mitte des Hangs zu Ende ist. Zwei, drei Fahrradfahrer habe ich elegant umkreist, die Brückensäulen nicht gerammt, aber gefühlte 15 km/h waren mir dann doch schon zu viel. Der schlimmste Moment beim Rollerbladen ist übrigens derjenige indem einem klar wird, dass man jetzt fällt. Der Aufprall tut einfach nur noch verdammt weh. Trotzdem: Beide Daumen sofort hoch, um der Begleiterin den Schreck aus dem Gesicht zu zaubern, ist Pflicht.

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„Ich möchte euren Dialekt nicht versauen!“

In drei Krimis zeichnete der gebürtige Oberösterreicher Franz Kabelka ein lebendiges Bild der Vorarlberger Gesellschaft vom Bodensee bis ins Montafon. Den Ermittler Anton „Tone“ Hagen präsentiert er als zerbrechliche Seele, die sich nicht scheut, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Interview spricht der Autor, ehemaliger Stadtpolitiker und hauptberuflich AHS-Lehrer in Feldkirch, über Mundarten, Heimat, politische Einmischung und Burnout.

(mad): Tone Hagen kehrt nach vielen Jahren in Linz zurück ins „Ländle“. Sie stammen selbst aus Oberösterreich – war es schwer, die neue Heimat zu schildern?
Kabelka: Ich habe lange überlegt, wie ich es angehe, damit mir mein „Zuag’rast-Sein“ nicht von den „g’hörigen“ Vorarlbergern angelastet wird. Die Perspektive dessen einzunehmen, der mit einer gewissen Distanz in seine alte Heimat zurückkehrt, erschien mir als die beste Lösung. Es kommen in meinen Romanen nur wenige Vorarlberger Dialektausdrücke vor, bei denen ich mich außerdem so gut wie möglich abgesichert habe. Da bin ich penibler als manch anderer Autor. Im letzten Buch kommen zudem Wienerisch, Münchnerisch und Berlinerisch vor. Das lief alles durch mehrere Kontrollinstanzen.

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For (mad)’s a Jolly Good Fellow :-)

Mit drei Kurzrezensionen wurde dieses Blog vor 365 Tagen, am 7. Jänner 2010, auf die Welt losgelassen. Im Vorfeld standen mehr als eineinhalb Jahre des Nachdenkens „ob“, sowie ein gutes halbes Jahr, in dem ich mir gewisse Fertigkeiten anzueignen versuchte: HTML, PHP, CSS etc. Schlussendlich kam ich, in diesem Vorhaben mehr oder weniger kläglich gescheitert, auf das wunderbare WordPress-System, und die Sache war geritzt.

Neben dem (mad)-Blog, das eher „seriös“ ausgerichtet sein sollte, bestand einige Wochen lang auch das „Unterwegs“-Blog, in dem ich etwas mehr die Sau raus lassen wollte: Satiren, Glossen etc. Natürlich war das viel zu aufwändig, wie mir bald klar geworden ist – und „Unterwegs“ wurde von (mad) geschluckt. Im Frühjahr, als ich mich nach langem hin und her dazu durchgerungen hatte, wieder an die Uni zu gehen und mich einer höheren geistigen Herausforderung zu stellen, setzte ich auf die Idee eines „Leseblogs“ – [mad vs. Spengler] –, das sich jedoch ebenfalls als viel zu ambitioniertes Projekt heraus stellte. Bloggen, so fand ich in den ersten sechs Monaten heraus, das bedeutet auch und vor allem einmal: lernen.

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Soziale Netzwerke: Anstrengend!

Dieses Blog wurde am 7. Jänner 2010 der Öffentlichkeit preisgegeben (der erste Geburtstag naht!). Bald darauf, am 23. Jänner, lernte ich Twitter zu schätzen. Im Frühsommer, als es um meine berufliche Neuausrichtung ging, setzte ich auf Facebook und Xing. Irgendwann kam ich auch auf Soupio. Zuletzt versuchte ich es dann, aus reiner Neugier, mit Foursquare – und nun ist Diaspora dran.

Was bringt’s?

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