„Mami, ist das vegan?“

Wer Kinder hat, beschäftigt sich fast zwangsläufig mehr mit der Frage der richtigen/besten Ernährung, als der/die kinderlose DurchschnittsbürgerIn. Behaupte ich jetzt mal einfach so, denn immerhin geht es spätestens dann, wenn das Ende der Stillzeit naht, nicht mehr nur darum, sich selbst regelmäßig ein kräftigendes Wohlfühlmenü auf den Tisch zu zaubern, sondern auch den Nachwuchs und – meistens – eine/n PartnerIn damit zu beglücken. Soweit so gut, würde man meinen, und die Sache im Idealfall nicht viel weiter verkomplizieren als es die Tatsache, dass der eine oder die andere dies oder jenes vielleicht nicht verträgt bzw. weniger oder gar nicht mag – ca. Faktor zehn bei den Kiddies –, verlangt.

Mehr oder weniger eine Vereinfachung der Speiseplanung bringt der Verzicht auf Fleisch; richtig kompliziert kann es werden, wenn – aus ethischen Überlegungen und /oder einer gesundheitlichen Notwendigkeit – gänzlich auf tierische Produkte in der Ernährung verzichtet werden soll, und damit v.a. die in zahllosen Variationen omnipräsenten Milchprodukte wegfallen. Umso mehr, wenn dies (vorläufig?) nur Teile der Familie oder gar nur eine Person so handhabt. Jumana Mattukat, in Bremen wohnhafte TV-Journalistin, ist eine, die vor dem Leid der modernen Massentierhaltung nicht länger die Augen verschließen und ihr Leben dem steigenden Wissen darüber anpassen will. Bereits seit längerer Zeit vegetarisch lebend, entschließt sie sich im Sinne der Gewissensentlastung zum finalen Schritt und peilt einen 100-prozentig veganen Alltag für sich und am liebsten auch für ihr engstes Umfeld an.

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E-Books vs. echte Bücher: ein Miteinander

„Schon wieder ein Buch!“, war meine nicht unfreudige, aber sehr bewusste Feststellung beim Auspacken des heute gelieferten Amazon-Pakets. Don DeLillos „Cosmopolis“ war drin, das ich vor dem nächsten Kinobesuch (der neue Cronenberg! Kreisch!!!) noch lesen möchte.
Besagte Feststellung ist jedoch in erster Linie auf meine in den vergangenen Monaten stark gestiegene (belletristische) Lektüreleistung gemünzt. Gemeint sind größtenteils klassische, „echte“ Bücher, jedoch ist die – von einem ohnehin hohen Level ausgehende – Steigerung der Anschaffung eines E-Book-Readers zu verdanken. Der „Kobo Touch“ – ein feines, handliches Gerät! – wirkt seit Mitte Februar sozusagen als Katalysator.

Amazon schränkt dich ein!

Angeschafft habe ich mir das Ding v.a. aus Neugier, nach der Lektüre eines ausgedruckten Internet-Romans, ausführlicher Recherche v.a. im Internet sowie bei einem belesenen Twitterati, Freunden und Bekannten. Beide Quellen warfen zuerst einmal sehr viel Material zum Stichwort „Kindle“ aus. Da dieses wohl zu Recht als revolutionär bezeichnete Gerät aus dem Hause Amazon mich jedoch erstens optisch abstößt und zweitens – bitte belehrt mich eines Besseren! – zwei große Mängel aufweist, die weniger technischer Natur sind, als einen bedeutenden Teil des selbstverständlich berechnenden und auf Gewinnmaximierung ausgelegten Amazon-E-Book-Konzepts ausmachen, habe ich kaum mehr als einen Augenblick ernsthaft über die Anschaffung eines „Kindle“ nachgedacht. Mit dem Teil kann man nämlich 1.) nur in Amazons Online-Shop einkaufen, und z.B. nicht bei Thalia oder anderen (viel kleineren) Anbietern – was allein noch kein Ausschlussgrund, aber doch eine immense Einschränkung darstellt; viel schwerer wiegt nämlich, dass man damit 2.) keine E-Books „ausleihen“ kann. Zumindest nicht bei den Büchereien Wien, und die werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den weit verbreitetsten E-Book-Reader nicht vorsätzlich ausgeschlossen haben.

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