Zur aktuellen GIS-Entscheidung des VwGH

Die Argumentation einer „Zweiklassengesellschaft“ halte ich für ziemlich frech, aber aus Sicht der GIS ist sie wohl nur konsequent – weiterhin wird nämlich mit der Existenz eines Empfangsgeräts (bzw. in diesem Fall: Internet-Anmeldung) in einer Wohnung selbstverständlich die regelmäßige Rezeption des ORF-(Radio-)Programms unterstellt!

So heißt es aktuell auf der Website des ORF-Gebühreninformationsservice:

Die GIS nimmt die Entscheidung zur Kenntnis und wird sie selbstverständlich unverzüglich umsetzen. Gleichzeitig stellt die GIS fest, dass durch diese Entscheidung eine Zweiklassengesellschaft unter den ORF-Hörerinnen und -Hörern entsteht: Wer die ORF-Radio-Programme auf herkömmlichen Weg konsumiert, bezahlt Rundfunkgebühr, wer dieselben Programme über das Internet hört, nicht.

Um das klar zu stellen: Ich finde einen staatlich finanzierten Rundfunk äußerst wichtig. Nur ist das derzeitige An- und Abmeldesystem von Empfangsgeräten ein absoluter Schmarren – alleine schon, was den Verwaltungsaufwand sowie die GIS-Vernaderungen (samt bewusster Falschinformation und Drohgebärden durch MitarbeiterInnen) betrifft -, und das ORF-Budget sollte m.E. besser durch die ohnehin sehr hohe Steuerquote abgedeckt werden (und NICHT durch eine ZUSÄTZLICHE Haushaltsabgabe).

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Jahresabrechnung

Habt ihr eure Weihnachtseinkäufe auch noch (größtenteils) vor euch? Ich bin ja immer froh um gute Tipps aus dem Bereich der schönen Künste. Hier sind meine 2011er Favoriten, vulgo Jahres-Hitparade:

Platten

1. Ja, Panik – DMD KIU LIDT: Nachdem sich die Kritiken zu dieser Platte derart einig und vor Lob überstürzt zeigten, wagte ich den ersten kostenpflichtigen Download meines Lebens. Wenige Tage später kaufte ich das Album nach (Doppel-Vinyl in toller Aufmachung plus CD gibt’s zum Mega-Sparpreis). Beschreiben lässt sich das, was die Jungs machen, nur schwer. Der Sound schwirrt irgendwo zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues herum, die Texte wechseln zwischen Deutsch und Englisch. Durchaus schräg, aber wahnsinnig eingängig und mit Tiefgang. Am besten selbst reinhören und begeistern lassen! Anspieltipps: Nevermind, Mr. Jones & Norma Desmond, Run For The Ones That Say I Love You, Trouble und natürlich DMD KIU LIDT

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Liebes System…

„Es wird mit dem Summerton… 1.15 Uhr“ (*gähn*)

Nach einigen Wochen des Grübelns endlich geschafft: Die Hauptseite ist wieder online, auch wenn ich in den nächsten Tagen noch einmal werde drübergehen müssen. Hier und da eine kleine Anpassung des Layouts, da und dort noch eine Information ergänzen oder abändern. Insgesamt sieht es brauchbar aus und erfüllt seinen Zweck: Schulterklopfer!
Die Seite soll aber – wie gehabt – ohnehin eher statisch-repräsentativ bleiben. Die Action wird weiterhin an dieser Stelle, im Blog, stattfinden. Bezüglich der von mir selbst gewünschten Regelmäßigkeit schweige ich mich zu diesem Zeitpunkt lieber aus und lasse mich davon selbst überraschen.

Zur Ausbeute des mittlerweile vergangenen Wochenendes:

Samstag, 9 bis 17 Uhr: Vollstoff-Wordpress-Programmier-Session
Sonntag, 13 bis 16.30 Uhr & 20.45 bis 01:15 Uhr: dto.

Dazwischen:

– Kino: Alles, was wir geben mussten – kurzweilig, aber leider auch etwas flach, wenn man bestimmte Geschehnisse nicht als „gegeben“ hinnehmen will.
– und:
ein wunderschöner Spielnachmittag mit meiner Tochter.

Der Montag ist bereits mit (zumindest) zwölf Stunden Arbeit verplant: Halleluja! Wie war das noch mit der zuletzt häufig erhobenen Forderung dass jene, die etwas leisten, auch etwas dafür bekommen sollen? – Liebes System: Meine Kontodaten hast du.

„Stichtag“ von Todd Phillips

Strunzdumm, der Film. Genau richtig für einen Kinoabend zur geistigen Entspannung, sollte man meinen. Leider halten sich die Gags in Grenzen. Regisseur Todd Phillips, der vergangenes Jahr mit Hangover begeistern konnte, enttäuscht dieses Mal. Das liegt natürlich nicht am großartigen Robert Downey Jr., der wie so oft sich selbst verkörpert. Genau so spielte er in Iron Man sein Blechkostüm an die Wand: Die Filme waren immer dann am besten, wenn die Hauptfigur Tony Stark nicht als Superheld, sondern als Mensch auftrat.

Das Problem von Stichtag ist nun, dass Zach Galifianakis – als eigentlicher Star verkauft – auf sich allein gestellt keinen Film trägt. Viel zu oft vermisst man die drei anderen Idioten aus Hangover. Liegt vielleicht am Bart, der kaum Mimik zulässt. Stattdessen immer wieder auf Schwulengestik („Täschchen“) zu setzen, zeugt nicht vom Ideenreichtum des Produzententeams. Ach ja, die Handlung: Zwei grundverschiedene Typen müssen zwangsläufig einige Tage zusammen im Auto reisen.

(5 Punkte)

Große Erwartungen

Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich interessant klingende Filme, die auf einem (klassischen) Roman basieren, aufsparen, bis sie die Vorlage gelesen haben. Eine große Ausnahme ist wohl Moby Dick, dessen Verfilmung (mit Gregory Pack als Ahab) mich schon in meiner Kindheit beglückte – den Roman zähle ich mittlerweile zu den wichtigsten Büchern meiner Lesegeschichte. Gleichwohl erinnere ich mich an den Herbst 1989, als die Monats-TV-Zeitschrift der Raiba (sowas gab’s damals!) für Weihnachten die ORF-Ausstrahlung der Unendlichen Geschichte prophezeihte. Schwupps, schon hatte ich Klassenkameradin Marion gebeten, mir das entsprechende Buch zu leihen – womit freilich klar war, dass mich die Filmversion nicht mehr 100-prozentig zu begeistern wusste.

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