Tag 22: Nick Drake

Die Platte mit der kürzesten Spieldauer, die @catearcher besitzt: Nick Drake – Pink Moon (1972)

Ohne zu wissen, worauf ich mich damit einlasse, habe ich das Thema „Platte mit der kürzesten Spieldauer, die ich besitze“ gewählt. Ich entschied, mich auf LPs gemäß der Definition der britischen „Official Charts Company“ (die sagt: mindestens vier Tracks, oder 25 Minuten) zu beschränken. Die Musikverwaltungssoftware meines Vertrauens verriet mir schließlich, welches Album ich demnach besprechen darf: Pink Moon von Nick Drake.

Die ganze scheiß Welt ist gegen mich

Viele musikalische Genies wurden erst nach ihrem Tod als solche erkannt, waren zu Lebzeiten bloß mäßig erfolgreich, wurden belächelt oder völlig ignoriert; nicht wenige Künstler verzweifelten daran. Doch kaum einen traf dieses Schicksal so hart wie den in Burma geborenen Engländer Nick Drake.

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Tag 21: Mike Batt

Eine Platte aus der Sammlung von @dev_its Eltern (welche ihn übrigens auch sehr geprägt hat): Mike Batt – Tarot Suite (1973)

Und ja… dieses Medium ist wirklich noch gutes altes Vinyl – obwohl ich mittlerweile meinem Vater bereits eine CD-Version besorgt habe. Erzählen möchte ich trotzdem etwas über die Vinyl-Version, da diese Platte für mich ein „Gesamtkunstwerk“ darstellt.

Mike Batt – für alle die ihn nicht kennen – ist ein englischer Musiker und Produzent, dessen Schwerpunkte Pop-Balladen und populäre Klassik sind. Gerade beim Durchstöbern seines Wikipedia-Artikels werde sogar ich noch überrascht, wo dieser Künstler überall Eindrücke hinterlassen hat. Zum Beispiel ist die aktuelle Titelmelodie von Wetten, dass…? sein Werk, er hat aber auch für Art Garfunkel und Roger Chapman Stücke geschrieben sowie einige Soundtracks veröffentlicht.

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Tag 20: Kate Bush

@PrinceznaAndrea über ein Album, das man richtig laut hören muss: Kate Bush – The Dreaming (1982)

Schuld sind eigentlich Placebo. Deren Coverversion von Kate Bushs Running Up That Hill ist ja schon ziemlich gut. Das genügte (mir) auch für einige Jahre. Dann kam irgendwann die Neugier und die Suche nach dem Original. Und ich so: Wow. Mehr davon. Seitdem ist das Kate Bush’sche Gesamtwerk auch in meiner Playlist vertreten.

Weiters schuld ist das Alphabet. Deswegen nämlich reiht mein Player das Album The Dreaming an die fast vorderste Stelle (gleich nach Aerial, das auch nicht zu verachten ist!), wenn mir nach Alles-von-Kate-Bush ist. Und das wiederum ist der Grund, warum ich diese Platte am besten kenne.

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Tag 19: King Crimson

Florian Allesch präsentiert uns die Platte mit dem schönsten Cover-Artwork: King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)

Nachdem ich mir ja schon bei der Auswahl des Themen-Tages zumindest einmal so lange Zeit gelassen hatte, dass mir die liebe Kollegin @DorisChristinaS das „Konzeptalbum“ wegschnappen konnte, wurde mir schon kurz nach Wahl des „Cover-Artwork“-Tages die Schwierigkeit des auf mich zukommenden Auswahlverfahrens klar. Der Musikfreund und Plattensammler soll nun in einigen Tagen (oder in – zugegeben – wenigen Wochen) aus seinen Schätzen nach noch nicht definierten Kriterien das „schönste Cover“ heraussuchen: Dabei hab‘ ich sie doch alle gleich lieb, und schön sind sie auch alle auf ihre Weise, die Dark Side Of The Moon, Master of Puppets‚ oder Heaven and Hells …

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Tag 18: Rage Against The Machine

Eine wirklich miese Platte meiner (einstigen) Lieblingsband: Rage Against The Machine – Renegades (2000)

Wenn deine Lieblinge, deine Jugendhelden – deine Idole! – Scheiße produzieren, dann gibst du’s nicht gerne zu. Dann versuchst du, den Mist so gut es nur geht zu verteidigen, betreibst Selbstverleugnung bis du dich selbst rhetorisch in die Ecke gedrängt hast. Aber, mal ehrlich: Scheiße muss man Scheiße nennen.

Wenn Künstler neue Wege gehen, muss man als Fan versuchen, um die Ecke zu denken, so gut es eben geht. Manchmal öffnen deine Heroes dir die Augen, auch wenn es Jahre geht. So habe ich die Qualitäten von Host, dem 1999er-Output von Paradise Lost, sehr lange nicht zu schätzen gewusst. Obwohl ich erst 1997, mit One Second, auf die Band aufmerksam geworden bin, auf dem sich der Weg vom Goth-Metal zum Goth-Pop der Marke Depeche Mode bereits abgezeichnet hat, gefiel mir Host anfangs überhaupt nicht. Ich gebe auch zu, dass ich die CD bis heute nur als Freundschaftskopie besitze. Aber, wie ich gerade in diesen Minuten wieder feststelle: Es ist bei Gott keine schlechte Musik, und schon gar keine Depeche-Mode-Kopie, wie böse Zungen immer wieder behaupten.

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